Pamir-Durchquerung mit dem Mountainbike.

Es ist soweit: Mit Sack und Pack fliegen wir ab Stuttgart via Istanbul nach Dushanbe (Tadschikistan). Dort treffen wir auf unsere Gruppe und verbringen einen halben Tag in der Hauptstadt, bevor es am nächsten morgen in Richtung Pamir weitergeht. 380 km bis zum Ausgangspunkt unserer MTB-Tour liegen vor uns. Dafür benötigen wir zwei volle Tage mit dem Jeep. Von der Hauptstadt Dushanbe geht es teils auf geteerten Straßen, im späteren Verlauf auf Schotterpisten bis nach Kalai-Khumb. Am zweiten Tag führt uns die Strecke auf dem Pamir-Highway nach Khorog und wir bekommen schon einmal einen kleinen Vorgeschmack dessen, was uns in den nächsten Tagen erwarten wird…


1. Etappe: Khorog – Garam Chashma

Tschüß Hitze, Pamir wir kommen!

  • 45 km / 850 hm

Endlich geht´s los und auf die Bikes. Wir rollen aus dem Ort. Aus Asphalt wird schon bald eine gut fahrbare Schotterstraße, die uns flussaufwärts leicht bergan führt. Zu unserer Rechten tost der Panj – Grenzfluss zwischen Tadschikistan und Afghanistan hinab. Zugegeben: In den ersten Stunden on tour erzeugt dies ein ehrfürchtiges Gefühl. Ist Afghanistan doch ein Land, das wir Europäer hauptsächlich aus der medialen Berichterstattung zu den Themen “Taliban, Terroranschläge, Selbstmordattentäter und Militäreinsätzen” kennen. Dass dort, wie auch auf der tadschikischen Uferseite Menschen wie Du und ich leben, die ihrem Alltag nachgehen, erreicht uns durch die Medien nicht. Der Alltag der Menschen besteht hier und da aus Landwirtschaft, hauptsächlich wachsen Aprikosen, Feigen, Datteln und Nüsse. An Tieren werden Ziegen, Rinder und Schafe gehalten.

Helloooo, what´s your name?

Immer wieder begegnen uns Menschen am Straßenrand: Kinder, Männer, Frauen und Alte. Die Kinder strahlen uns an und rufen bereits vom Weitem “Hello”, die Betonung liegt hierbei auf einem sehr langgezogenen und offenen “Hell-auuuuu”, was uns an den Faschingsgruß erinnert. Im Vorüberfahren klatschen wir zahlreiche nach uns ausgestreckte Hände aus, manchmal bleiben wir stehen, um uns mit “Hand und Fuß” ein wenig mit den Menschen zu verständigen.

Die afghanische Seite wirkt menschenleer. Ganz selten ist ein Nomadenezelt zu sehen und in der Ferne ein paar Karawanen, die auf Eseln oder Pferden vorüberziehen.

Wir schrauben uns Kilometer für Kilometer nach oben, sind fasziniert von der Landschaft und sehr gespannt auf die nächsten Tage. Die ersten Kilometer lassen sich sehr gut an, die Steigung ist moderat und die Strecke gut zu fahren.

30 Grad im Schatten und es wird noch heißer

Ziemlich gewöhnungsbedürftig ist für uns allerdings die Hitze. Khorog liegt auf 2.065 m.ü.M. – beim Verlassen der 42° Grad heißen Hauptstadt Dushanbe hatten wir uns schon auf etwas gemässigtere Temperaturen im Pamir gefreut. Mit über 10° Grad weniger haben wir die auch. Das Thermometer zeigt aber mit rund 30° Grad für uns noch immer zu viel an, zumal wir ja auf dem Bike unterwegs und das nicht unanstrengend ist.

Daher kommt es uns ziemlich entgegen, dass Tadschikistan ein sehr wasserreiches Land ist. Bedingt durch die hohen Berge und vielen Gletscher gibt es zahlreiche Gebirgsbäche und Flüsse, die uns auf unserer Route durch den Wakhan Korridor begleiten werden.

Bereits am ersten Tag nehmen wir nahezu jede Gelegenheit wahr, um uns an einer Quelle oder einem kleinen Bächlein zu erfrischen bzw. auch mal den ganzen Kopf unters Wasser zu halten.

Diese kurzen Erfrischungspausen tun unglaublich gut und hauchen uns wieder Leben ein. An die Hitze werden wir uns ganz bestimmt gewöhnen, was anderes bleibt uns schlußendlich ja auch gar nicht übrig.

Sehr beliebt scheint hier die Outdoor-Teppichwäsche: Wandbehänge ebenso wie Läufer und Teppiche werden dazu auf die Straße gelegt, ordentlich eingeschäumt, mit Bürsten und Schrubber bearbeitet und schließlich per Wasserschlauch abgespritzt.

Die Tour endet heute nach rund 45 km im Kurort Garm Chashma. Die letzten Kilometer führen uns etwas steiler beran, aber alles in allem ist die erste Etappe ideal zum Einfahren und Akklimatisieren. Nach dem Abendessen steht ein Besuch in den in ganz Tadschikistan als Heilquellen bekannten Heißen Quellen an. Für Frauen ist heute Abend nur der separate Innenbereich offen – wir befinden uns also insgesamt zu Siebt in einen kleinen gemauerten Anbau, in dem ein ca. 10 qm Becken mit dem heißen Quellwasser auf uns wartet. Da die Wassertemperatur im Becken abhängig ist von der Außentemperatur, ist das heilende Wasser heute sehr heiß – es hat in etwa 60° Grad. An sich ist uns mehr nach einer kalten Dusche als nach einem Bad im Thermalwasser, aber wenn wir schonmal da sind, dann gehen eben rein!


2. Etappe: Garam Chashma – Ishkashim

Ein gefrässiger Tag ganz im Zeichen der Gastfreundschaft.

  • 72 km / 750 hm

Der heutige Tag startet mit einer rasanten Abfahrt. Denn jene 8 km und 300 hm, die wir gestern am späten Nachmittag nach Garm Chashma hochgetreten sind, dürfen wir heute wieder runterfahren. Wir lassen´s laufen und kommen im Dorf mit einigen Einheimischen ins Gespräch, die uns freundlich grüßen. Von großem Interesse für die Dorfjungs sind unsere Bikes…

Nach dem Frühstück ist vor dem Frühstück

Nach weiteren 8 km treffen wir im weiteren Streckenverlauf auf ein süßes, kleines Café, dessen Terrasse über den Grenzfluß Panj gebaut ist. Unser Guide Stefan kennt das Café vom letzten Jahr und er legt uns wärmstens ans Herz, dort nicht einfach vorbeizufahren. Obwohl wir gerade erst gefrühstückt haben und erst eine Abfahrt hinter uns liegt, legen wir dort einen Stop ein.

Die Gastgeberin ist gerade dabei, frische Manti zuzubereiten. Manti sind in der Regel mit Lamm- oder Rindfleisch gefüllte Teigtaschen, die gedämpt oder gekocht werden. In unserem Fall sind die Manti mit Kartoffeln und Zwiebeln gefüllt und werden frittiert. Knusperwarm stehen sie vor uns und warten nur darauf gekostet zu werden… wer kann da schon nein sagen? Und: In Anbetracht der vor uns liegenden ca. 60 km und 750 hm braucht es keine Gegenargumentation. Wie sie geschmeckt haben? Sagenhaft – laut Stefan sind das die besten Manti weit und breit und er muss es wissen. Schließlich durchquert er seit 2016 einmal jährlich den Pamir und zudem weite Gegenden in Kirgistan.

Auf zur Mittagspause

Nach unserem zweiten Frühstück ist es inzwischen ist es schon später Vormittag, die Sonne steht fast am höchsten Punkt und die Temperaturen nähern sich der 32-33° Grad. Wir satteln auf und folgen dem Panj immer in Richtung Ishkashim.

Stefan instruiert uns jeden Tag sehr genau darüber, was uns erwartet. Er nennt uns Gesamtkilometer, Höhenmeter, macht uns auf Besonderheiten unterwegs aufmerksam und lässt uns auch wissen, an welchem Wegpunkt die nächste Gelegenheit ist, Trinkwasser aufzufülllen. So bleibt trotz einer Gruppengröße von neun Personen Raum und Zeit für Individualität. Jeder fährt sein Tempo und wir treffen uns zur Mittagspause wieder. Das geniessen wir sehr.

Fahrtechniktraining statt Pause

Schon am ersten Tag kamen wir mit unseren beiden weiblichen Guides Mohjon und Umeda zum Thema Radfahren ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass beide nicht Radfahren können, es aber liebend gerne ausprobieren möchten. Das freut uns natürlich besonders und natürlich geben wir unser Bestes, um ihnen ein Stück näher zu bringen, was uns am Radfahren so fasziniert.

Wir kommen gut voran, doch bevor wir die letzen Kilometer bis Ishkashim fahren, kommen wir nicht umher noch einen spontanen Badestopp einzulegen. Zu offensichtlich liegt direkt an der Strecke, etwas oberhalb des Panj, eine kleine Quelle, die mit warmem Wasser gespeist wird. Wir zögern keine Sekunde, legen die Bikes an den Straßenrand und die Klamotten ab und setzen uns in den natürlichen Whirlpool. Entspannt im Pool sitzend mit Blick auf die umliegenden schneebedeckten Fünf- und Sechstausender Pakistans ereilt uns ein erfülltes Glücksgefühl – diesen Moment möchten wir gerne festhalten.

Zu Gast im Pamir-Haus

Mohjon, eine unserer beiden Guides, kommt ursprünglich aus Ishkashim. Inzwischen wohnt sie mit ihrer kleinen Familie in Dushanbe. Da unsere Tour durch ihr Heimatdorf Ishkashim führt, lässt sie es sich nicht nehmen, unsere gesamte Gruppe zu sich nach Hause “auf einen Tee” einzuladen. In freudiger Erwartung auf die Einladung zu ihrer Familie nehmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Nach unserem Zwischenstop im natürlichen Pool am Straßenrand sind es nur noch wenige Kilometer bis Ishkashim.

Freudestrahlend und warmherzig werden wir empfangen. Sehr schnell wird uns klar, dass die Einladung “auf einen Tee” mehr als Redewendung zu verstehen ist – vielmehr erwartet uns eine festlich gedeckte Tafel im Wohnzimmer des geschmackvoll und urgemütlich eingerichteten Pamir-Haus.

In Iskashim sind wir am Panj-Knick angekommen. Der Fluss hat hier seinen südlichsten Punkt erreicht und biegt Richtung Osten ab.


3. Etappe: Ishkashim – Vrang

Im südlichsten Zipfel Tadschikistans mit Blick auf den Hindukusch.

  • 78 km / 800 hm

Ishkashim liegt ganz im Süden Tadschikistans und direkt an der Grenze zu Afghanistan. Hier gibt es einen Grenzübergang. Eine Einreise nach Afghanistan ist nur mit Visum möglich. Der erste Ort nach der Grenze auf der afghanischen Seite heißt übrigens auch Ishkashim (auch Ishkashim, Eshkashem geschrieben).

Der Panj verläuft jetzt in nordöstlicher Richtung, wir folgen dem Flusslauf entlag der beeindruckenden Kulisse des Hindukush. Namenlose Bergriesen in Afghanistan und Pakistan sind “zum Greifen nah”, ebenso wie Pik Marx (6.723 m) und Pik Engels (6.510 m) im nördlichen Pamir.

Der Pamir Highway zeigt sein wahres Gesicht

Unsere Piste wird zunehmend schlechter. Der Untergrund ist loser Schotter, teilweise mit längeren Abschnitten tiefen, feinen Sandes. Zudem gleicht der Boden einem Waschbrett – zum Radfahren ist das Ganze ziemlich mühsam, da unsere Geschwindigkeit deutlich zu gerig ist, um über die kurzen Bodenwellen einfach drüber zu rollen. So eignen wir uns unseren ganz eigenen Fahrstil an. Aus der Vogelperspektive mag dies wirken, als würden wir betrunken umhertorkeln und dabei willkürlich die Fahrspur von links nach rechts wechseln, um dann kurz drauf doch in der Mitte zu fahren. Doch das hatte alles System! Es lohnt sich tatsächlich manchmal für einen vermeintlich besseren Wegabschnitt die Straßenseite zu wechseln, um dann festzustellen, dass dies nur von ganz kurzer Dauer war… das zehrt an unseren Kräften.

Im Gegensatz zu unserem gewohnten mitteleuropäischen Landschaftbild gibt es hier so gut wie keine Wälder. In den Dörfern jedoch sind am Flussufer und beidseitig an der Durchgangsstraße Baumalleen gepflanzt. Das bringt etwas Abwechslung in die zwar beeindruckende, aber dennoch recht karge Szenerie. Zudem werfen die Bäume Schatten ab, den wir dankend aufsuchen.

Weniger Worte, mehr Bilder

Die heutige Etappe ist lang, heiß und anspruchsvoll. Anstatt uns Notizen zu machen, lassen wir uns heute ein kühles Getränk auf dem gemütlichen Tabchon des Guesthouses schmecken und genießen die Stimmung.

Unsere besten Bilder des heutigen Tages gibt´s hier:

Übernachtet wird heute in einem sehr schönen Guesthouse in Vrang. Das Haus liegt auf ca. 3.100 m und etwas oberhalb des Dorfes am Hang. Der Blick in die unendliche Weite des Himmels relativiert so viel in unserem Leben und lässt diese Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis werden…


4. Etappe Vrang – Hissor

Willkommen im Wakhan-Korridor.

  • 46 km / 400 hm
Die 4. Etappe besteht aus 46 km feinster tadschikischer Waschbrettpiste.

Die heutige Tag beginnt mit der ersten und einzigen Singletrail-Abfahrt der gesamten Tour. Stefan kündigt den Trail, der in der Nähe des Guesthouses beginnen soll, mit glänzenden Augen an und sucht Mitstreiter. Wir zögern nicht lange, einen Singletrail schlägt man selten aus, schon gar nicht, wenn diese rar gesät sind…

Nach etwas Sucherei finden wir uns auf einem supersteilen Zick-Zack-Pfad in den Privatgärten der Dorfbewohner wieder. Der Untergrund ist sandig, steinig und unbefestigt. Schieben und Fahren wechseln sich ab, die Idee ist ganz nett, der Trail reißt uns aber nicht vom Hocker. Unten treffen wir auf den Rest der Gruppe.

Im Wakhan-Korridor

Die Tour führt uns von Vrang nach Hissor. Hissor liegt am Zusammenfluss von Wakhan und Pamir. Zusammen bilden sie ab hier den Panj. Im geografischen Sinne beginnt hier auch der eigentliche Wakhan-Korridor.

Die Ortschaft Langar war früher Sammelpunkt für Karawanen, die gemeinsam über “das Dach der Welt” weiterzogen. Heute ist hier kaum noch etwas los. Überwältigend ist allerdings der Ausblick auf den Zusammenfluss von Pamir und Wakhan.

Obwohl es heute nur 46 km sind, ist die Strecke aufgrund der immer miserablen werdenen Wegbeschaffenheit sehr anstrengend und kräftezehrend. Wir pflügen uns durch Schotter und Sand, über Steine und waschbrettartigen Untergrund; kommen nur langsam voran.

Heute fällt unsere Gruppe weit auseinander. Der Weg ist übersät mit fiesen Dornen, die sich unbarmherzig in die Reifen (der anderen) bohren. Alleine vor der Mittagspause gab es sechs platte Reifen. Wir bleiben glücklicherweise von Reifenpannen verschont und auch sonst erweist sich unsere Materialwahl als absolut Pamir-tauglich.

Erfahrt, mit welchem Material wir im Pamir unterwegs sind.


Das liegt aber auch an dem Panorama, das uns auch nach vier Tagen im Sattel immer noch staunen lässt. Immer wieder halten wir an. Mit unseren Bikes fühlen wir uns als Hauptdarsteller inmitten einer Fototapen-Landschaft.

Zeugen des knallharten Pamir-Alltags

Auf unserer Weiterfahrt kommen wir an dem Wrack eines PKW vorbei. Wir erfahren, dass das Auto am Tag zuvor von der Fahrstraße abkam und die steile Böschung hinab in den Fluss stürzte. Dabei sind vier Insassen ums Leben gekommen, nur der Fahrer habe wohl überlebt. Wir sind erschüttert. Im Dorf herrscht große Trauer, alle Menschen erzählen betroffen von dem Unglück.

Hinweis: Wir zeigen hier absichtlich keine Bilder.

Nach dem Mittag in einem kühlen, schattigen Wald und an einem steilen Felshang legen wir die restlichen Kilometer bis Hissor zurück.

Spontaner Badestopp kurz vor Hissor

Am anderen Ufer eines kleinen Seitenarms des Panj-Flusses sehen wir Mädchen, wie sie gerade mit Bürsten die großen, bunten Teppiche reinigen. Sie winken uns zu und rufen uns zu sich herüber. Eine Erfrischung kommt wie gerufen. Wir zögern nicht lange, steigen in kompletter Bikebekleidung in den Fluss und laufen bzw. schwimmen zu ihnen auf die andere Uferseite.

Die Freude bei der Familie ist groß. Es ist einfach toll, wie offenherzig und interessiert und die Menschen hier begegnen. Das älteste Mädchen spricht sehr gut Englisch und freut sich, uns ein paar Fragen stellen zu können. Wir erzählen von unserer Tour durch den Pamir.

Als Vegetarier in Tadschikistan?

Bislang verdiente die tadschikische Kulinarik aus unserer Sicht nicht unbedingt besondere Erwähnung. Als Fast-Vegetarier sind wir jedoch sehr glücklich darüber, dass es täglich frische Tomaten und Gurken und jede Menge Brot gibt. Mit den Suppen und Eintöpfen können wir gut leben, denn dank reichlicher Einlage von Kartoffeln, Karotten und Weißkohl hier kann man um die Fleischbrocken schließlich gut drumrum essen… außerdem sind wir auf dieser körperlich anstrengenden Reise auch nicht sehr wählerisch, sondern froh, dass es was gibt!

Dass wir heute im Guesthouse ein wahrliches Gourmet-Abendessen serviert bekommen, freut uns daher umso mehr. Es gibt unfassbar leckere Pel´meni (gefüllte Teigtaschen) – wir langen nach Herzenslust zu und könnten noch stundenlang weiteressen.


5. Etappe Hissor – Khargush

Bergriesen und Kamele am Flussufer.

  • 62 km / 1.400 hm

Von hier aus geht unsere Tour weiter Richtung Ost-Pamir. Gleich nach dem Frühstück erwartet uns auf den ersten 6 Kilometern ein knackiger Anstieg mit ca. 300 Höhenmetern. Von der Passhöhe werden wir mit einem sensationellen Ausblick über das große Flussdelta belohnt.

Wenn sich 22 km wie 220 km anfühlen…

Die Freude des Ausblicks wird schon bald von der üblen Wellblechpiste getrübt. Das drückt auch bei uns auf die Stimmung. Etwas Abwechslung wäre schon schön, aber daran ist nicht zu denken. Die vor uns liegenden 22 Kilometer kommen uns vor wie 220 Kilometer. Scheinbar braucht jeder von uns gerade die Zeit, sich seine Strategie für das beste Durchkommen zurechtzulegen. Latent geplagt von den üblichen Tadschikistan-Magenverstimmungen, entscheide ich mich für “Fluchen und Pedalieren”. Mein Ziel ist es, möglichst schnell zum Picknick Platz zu kommen.

Angebote muss man annehmen….

Auch heute knallt die gleissende Mittagssonne ohne Gnade auf uns runter. Glücklicherweise haben zwei tadschikische Straßenarbeiter Erbarmen mit uns und laden uns für unser Picknick in ihr schattenspendendes Häuschen ein. In dem Steinhaus ist es angenehm kühl. Als Dank für das Asyl lassen wir den beiden Männern Nüsse, Schokolade und Bonbons da, die sie zunächst ablehnen, dann aber doch annehmen.

Nachmittags fährt jeder für sich. Die tadschikische Wüstenlandschaft lädt zum Meditieren ein, … würde man durch die Bodenwellen nur nicht wieder unvermittelt in die Realität geholt. Kilometer für Kilometer kommen wir voran.

Kurz vor Etappenende lädt am späten Nachmittag ein glasklarer Gebirgsbach zum Erfrischen ein. Die Erfrischung gelingt, das Wasser ist superkalt. Aber das muss einfach sein. Eine innere Stimme spricht zu uns: Warm wird´s schnell wieder!

“Das ist kein Pferd. Eine Kuh ist es auch nicht. Ach was, das ist ein Kamel da am Flussufer!”

Oh-Ton Andrea. Unterwegs von Hissor zum Khargush-Pass, 22.07.2019.

Unterhalb des Khargush Passes verbringen wir heute auf ca. 3.700 m ü.M. unsere erste Zeltnacht. Unser Zeltlager ist komfortabel ausgestattet. Beim Aufbau des Koch- und großen Gemeinschaftszelts helfen alle kräftig mit. Zum Übernachten stehen Zweimannzelte zur Verfügung. Wir suchen uns ein lauschiges Plätzchen in der Nähe des Flussufers.

Für uns hat das Zelten in dieser Szenerie etwas ganz Besonderes. Hier fühlen wir uns mit der Natur noch mehr verbunden und erleben den Sonnenuntergang und den Sternenhimmel noch intensiver. Apropos Sternenhimmel: Noch nie haben wir die Milchstraße so deutlich gesehen. Gefesselt blicken wir von unserem Zelt in diese Weite hinaus…


6. Etappe: Khargush – Yashikul

Auf dem “Dach der Welt”. Zum Khargush-Pass auf 4.344 m.

  • 67 km / 900 hm

Nach dem Frühstück beginnen wir den Anstieg zum 4.344 m hohen Khargush-Pass. Im Vorfeld hatten wir enormen Respekt vor dieser Höhe – für mich war das Überschreiten der 4.000 m-Marke auf dieser Tour Premiere. Noch nie zuvor war ich so hoch.

Wie gelang die Akklimatisierung?

Wir starteten unsere Pamir-Durchquerung vor sechs Tagen auf rund 2.000 m. Im Schnitt fuhren wir täglich 500-700 Höhenmeter bergauf. So fand die Akklimatisierung an die Höhe stetig und langsam statt. Von Vorteil war sicherlich auch, dass wir immer auf der erreichten Höhe schliefen. Ab 2.500 m verzichteten wir komplett auf Alkohol und tranken sehr viel Wasser. Wir hatten glücklicherweise keinerlei Probleme mit der Höhe.

Die Auffahrt ist lang, die Steigung jedoch moderat und gut zu machen. Die dünne Luft macht sich allerdings bemerkbar. Wir lassen uns Zeit und genießen die Auffahrt zum höchsten Punkt unserer Tour. Unterwegs treffen wir immer wieder auf Kinder von Hirten, mit denen wir uns etwas unterhalten.

Phasenweise gleicht die Umgebung einer Mondlandschaft. Hier gibt es keine Bäume, vereinzelt kämpfen kleine, strauchartige Pflänzchen ums Überleben. Ihre Tage sind allerdings gezählt – zu gerne fallen sie den Schafen und Ziegen hier zum Opfer. Selbst wenn sie das überleben, so wird dieses bißchen an Vegetation von den dort lebenden Hirtenfamilien geerntet, die damit ihre Jurten und Hütten heizen. Bereits ab Ende August wird es hier im Pamir empfindlich kalt, der erste Schnee fällt und der Khargush-Pass auf 4.344 m ist dann nicht mehr passierbar. Das ist für uns heute -Ende Juli- bei über 20 Grad Celsius kaum vorstellbar…

Wo ist hier das “Dach der Welt”?

Wer übrigens dachte, dass zur Kenntlichmachung der erreichten Passhöhe sowas wie ein Schild errichtet wurde, hat weit gefehlt. Nach stundenlangem Kurbeln müssen wir sogar aufpassen, dass wir am Khargush-Pass nicht einfach vorbei fahren. Wir stehen also auf dem “Dach der Welt” und merken es nicht einmal!

So ein richtiges Gipfel-Feeling kommt also beim Erreichen der Passhöhe des Khargush-Pass auf 4.344 m nicht auf. Das mag mitunter auch daran liegen, dass wir aufgrund der Anstrengung tatsächlich etwas erschöpft sind. Nach einer Riegel- und Trinkpause freuen wir uns nun auf die Abfahrt, die uns auf etwa 20 Kilometern bis zum Pamir-Highway führen wird.

Die Schotterpiste ist in ordentlichem Zustand, so haben wir auch während des Fahrens Gelegenheit, uns an dem atemberaubenden Panorama zu erfreuen.

Die Bergriesen Pakistans und Afghanistans stehen uns quasi gegenüber. Ein letztes Mal genießen wir den Blick und kehren mit der Abfahrt Afghanistan und somit dem Wakhan-Korridor den Rücken. Auch der Panj verlassen wir und nehmen Kurs auf den Pamir-Highway.

Auf dem Pamir Highway

Nach einer rasanten Abfahrt kreuzt die Schotterpiste den Pamir-Highway. Plötzlich Zeichen von Zivilisation: Eine gut ausgebaute und asphaltierte Straße, Autos und LKWs aus China, die Billigwaren ins Land bringen…

Hier treffen wir auch auf unser Transportfahrzeug. Nach sechs Tagen im Sattel steht am nächsten Tag eine Transfer-Etappe an. Wir verladen unsere Bikes für den Transfer nach Karakul in den Transporter. Beim Anblick dieses Fahrzeugs werden wir zunächst etwas stutzig. Das Vehikel aus Sowjet-Ära hat seine besten Jahre augenscheinlich hinter sich. Zudem können wir uns kaum vorstellen, dass in diesen Kleintransporter, der eher kleiner als ein VW T6 Bus scheint, unsere neun Bikes hineinpassen.

Wir schieben unsere Skepsis beiseite und vertrauen auf die logistischen Fähigkeiten der Fahrer und darauf, dass wir unsere Bikes zwei Tage später sicher in Karakul in Empfang nehmen können. Was bleibt uns auch anderes übrig?

Wir steigen in die Jeeps um und fahren die letzten 20 km bis zum Yashikul See, das übersetzt so viel bedeutet wie „Grüner See“.

Bulunkul – der kälteste Ort Tadschikistans

Auf dem Weg dorthin machen wir in der kleinen Ortschaft Bulunkul Halt. Hier füllen wir unsere Wassertanks auf und besorgen im Dorfladen Cola und Bier. Der Ort wirkt trostlos auf uns. Wir erfahren, dass Bulunkul als der kälteste Ort Tadschikistans gilt. Die Klima-Station im Ort hat eines Tages eine Rekordtemperatur von -64° Celsius gemessen.

Heute hat es etwa 90° Grad mehr – das Thermometer hat selbst hier auf über 3.500 m mehr die 30° Grad-Marke überschritten. Eine unwirtliche und selbst im Sommer oftmals ungemütliche, da windreiche Gegend also, in der man sich fragt, wie man es hier lange aushalten kann.

Unser Tagesziel für heute heißt Yashikul See und liegt etwa 10 Autominuten von Bulunkul entfernt. Die Besonderheit bei dem See ist, dass sich die Farben ändern, wenn man ihn aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: zunächst grün, dann blau und am Ende türkis!

An seinem Ufer errichten wir unser Lager in einer Traumkulisse. Der See und die heißen Quellen ganz in der Nähe laden uns zum Baden ein.


Transferetappe mit dem Jeep Yashikul – Karakul

Etwas Ruhe für Beine und Po.

  • 280 km im Auto

Heute gönnen wir unseren Beinen eine Pause. Nach einem Erfrischungsbad im See und ausgiebigem Frühstück geht es heute mit den Fahrzeugen in das 280 km entfernte Karakul. Diese Entfernung bedeutet selbst mit den Autos eine Fahrzeit von 6-7 Stunden.

Bevor wir Murgab erreichen, legen wir unterwegs einen Zwischenstop bei einem ehemaligen russischen Observatorium ein. Das Observatorium selbst thront unübersehbar auf einer Anhöhe, die wir zu Fuß nach etwa 20 Minuten von der verlassenen Siedlung erreichen.

Der Blick von hier oben ist spektakulär. Die Sicht ist klar und wir erspähen den Berg Muztagata in China. Der „Vater der Eisberge“, wie Muztagata übersetzt heißt, ist 7.546 m hoch und somit der dritthöchste Gipfel im chinesischen Pamir-Gebirge.

Es scheint, als habe sich seit dem Ende der Sowjetunion hier keine Menschenseele mehr her verirrt. Die Szenerie wäre die perfekte Filmkulisse für einen Dreh zum Weltuntergang…

Zwischen Tadschikistan, China und Kirgistan

Unsere Mittagspause verbringen wir in Murgab, dem Verwaltungszentrum des Ostpamirs. Der Ort ist ein Knotenpunkt. Hier mündet die neue Straße aus China in den alten Pamir Highway.

  • Murgab ist die höchstgelegene Stadt der ehemaligen Sowjetunion. Heute liegt Murgab in einer der unwirtlichsten Gegenden Tadschikistans. Kälte und Trockenheit sind hier extrem. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt -3° Celsius.

Zwar gehört Murgab zu Tadschikistan, es leben hier aber sehr viele kirgisische Siedler. Das erklärt weshalb die Menschen hier ganz anders aussehen. Der kirgisische Einschlag ist eindeutig zu erkennen.

Wir machen hier Halt in dem Guesthouse von Gulnara. Sie ist eine symphatische und selbstbewußte Frau, die sich für die Kinderbetreuung im Ort einsetzt. Sie erzählt uns, dass der Staat hier keine Angebote schafft und Kleinkinder bis zur Einschulung quasi keine Betreuung bekommen. In der Regel verbringen die Kinder die ersten Jahre in den Familien, auf der Straße, im Ort – Spielsachen und gezielte Angebote gibt es jedoch nicht. In Eigeninitiative hat sie nun mit weiteren Frauen im Ort ein leerstehendes Gebäude renoviert und wird dort in Kürze eine Kindertagesstätte eröffnen.

Über den Akbaital Pass 4.655 m

Im weiteren Verlauf überqueren wir den höchsten Punkt unserer Reise, den Akbaital Pass mit seinen 4.655 m. Hier nehmen wir uns etwas Zeit für ein paar Fotos. Erstaunlich, wie warm es selbst auf dieser Höhe noch ist. T-Shirt und Windjacke reichen aus!

Wir fahren nun direkt an der chinesischen Grenze entlang. Der Grenzzaun aus Stacheldraht wird uns für die nächsten beiden Tage begleiten.

Gegen Abend kommen wir in unserem Gästehaus in Karakul an. Und siehe da: Der Transporter mit unseren Bikes ist auch schon da – alles unversehrt! Spielende Kinder empfangen uns fröhlich und nehmen uns gleich für Sing- und Tanzspiele in Beschlag.

Kaum geht die Sonne unter, ist es hier empfindlich kalt. Wir genießen abends die Banja (saunaähnlicher Baderaum), die der Homestay-Vater für uns einheizt.


7. Etappe Karakul – Sary Tash (Kirgistan)

Die Königsetappe nach Kirgistan.

  • 98 km / 850 hm

Die Königsetappe unserer Pamir-Durchquerung liegt heute vor uns. Der Weg führt uns auf dem Pamir-Highway entlang der chinesischen Grenze durch eine menschenleere Landschaft. Umrahmt von zahlreichen Sechstausendern fordert uns das Panorama am Karakul See immer wieder zu Fotostopps auf. Unsere Route führt uns eine gute Stunde entlang des Sees. Es geht stetig leicht bergan, vom vielen Umschauen und Staunen sind wir jedoch sehr gut abgelenkt. Die Landschaft ist atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes…

Wir erradeln heute in Tadschikistan nochmals zwei Pässe: der Pass Uybulok (4.232 m) und der Kyzyl-Ark-Pass (4.336 m).

Highlight Karakul See

Auf 3.914 Metern Höhe ist der Karakul See der höchste See der ganzen Pamir-Region. Das turksprachige Wort Karakul bedeutet übersetzt “Mächtiger See” oder “Schwarzer See”. Er ist 380 Quadratkilometer groß und wird von den umliegenden Gletschern gespeist und hat keinen Abfluss, sein Wasserspiegel wird allein durch Verdunstung reguliert. Mit seiner dunkelblauen, manchmal auch türkis schimmernden Lagune und der umliegenden braun-weißen Berglandschaft ist der Karakul-See für uns eines der Highlights in Tadschikistan!

Leider ist mein Biketag zur Mittagspause frühzeitig beendet. Eine schmerzhafte Harnwegsinfektion, die ich mir vermutlich beim Baden im Yashikul-See eingefangen habe, zwingt mich zum Absteigen. So werde die letzten Kilometer nach Kirgistan leider nicht radelnd zurücklegen, sondern im Jeep. Das ist superärgerlich, andererseits bin ich froh, dass wir Breitbandantibiotikum im Gepäck haben und somit rechtzeitig gegensteuern können…

Nach dem Mittag meistert die Gruppe und allen voran Berna die letzten Höhenmeter zum Kyzyl-Art Pass hinauf auf 4.336 m. Wir haben einen fantastischen Blick auf die Kulisse der Trans-Alai Gletscher.

Welcome to Kyrgystan

Bald erreichen wir die tadschikische Grenze. Die Ausreise erfolgt in zwei Schritten – 1.) der Registrierung zur Ausreise und 2.) der eigentlichen Ausreise. Der äußerst mürrische Zöllner lässt sich Zeit und spielt ein kleines bißchen auch seine Macht an uns Touristen aus. Schlußendlich lässt er uns doch alle ausreisen.

Hinweis: Fotografieren ist hier streng verboten.

Von hier an fahren wir bergab auf Schotter durch das Niemandsland zum 20 km entfernten kirgisischen Grenzposten. Auch am kirgisischen Grenzposten erfolgt die Einreise zweistufig mit Registrierung und Einreise. Unsere Fahrer sind sichtlich erleichtert, dass alles problemlos läuft. Sie berichten, dass die Fahrzeuge nicht selten komplett gefilzt werden und die Einreise sich dann über Stunden hinziehen kann. Nicht gerade erstrebenswert,… wir sind froh, dass wir den Grenzbeamten keinen Anlass für eine größer angelegte Razzia geben.

Kaum haben wir die Grenze überquert, ändert sich das Landschaftsbild. Plötzlich wird es grün, am Straßenrand grasen Pferde und es wachsen Blumen. Getoppt wird diese Szenerie durch die typisch kirgisischen Jurten, die immer häufiger zu sehen sind.

Unser Tourziel Sary Tash ist nun noch etwa 25 km entfernt. Leicht bergab rollen wir durch die Grassteppe und verarbeiten die Eindrücke.

Die letzten 6 km Kilometer nach Sary Tash haben es nochmal in sich: Der Wind kommt plötzlich von vorn´, bläst uns unvermittelt stark entgegegen und mitten ins Gesicht! Auf der Hauptverkehrsroute M41 durch das Pamir-Gebirge reihen sich auf beiden Fahrspuren LKW an LKW. Und daneben wir auf den letzten Kilometer unserer Pamir-Durchquerung. Mit 450 km in den Beinen, etwas entkräftet, durstig, teilweise von permanenten Magen-Darm-Irritationen geschwächt, von den Eindrücken der letzten sechts Tage überwältigt und in heller Vorfreude auf ein kühles Bier!

Geschafft.

Im Ziel angekommen sind wir glücklich, erschöpft und überwältigt zugleich. Unser Guide Stefan hat kühles Bier, Cola und Wasser sowie Wassermelone organisiert und so stehen wir vor unserem Guesthouse und stossen auf unsere Pamir-Durchquerung an…

Die Tour und die Erlebnisse im Pamir wirken sehr lange in uns nach. So anstrengend die Tour auch phasenweise war, so unfassbar schön und einzigartig war die Landschaft und so offen und herzlich die Menschen. Für uns war die Entscheidung, diese MTB-Etappenreise als geführte Tour mit dem Reiseveranstalter Epic Trails zu bestreiten sehr gut. Wir haben einen tollen Eindruck darüber erhalten, welche Logistik hinter solch einer Reise steckt. Stefan arbeitet bei seinen Reisen ausschließlich mit lokalen Guides und Fahrern zusammen. So haben wir hautnah miterlebt, wie wir dazu beitragen, den Tourimus auf faire und nachhaltige Weise zu unterstützen und die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.

Wir sind sehr glücklich darüber, diese Erfahrung gemacht zu haben…

Weiterführende Informationen

Reiseveranstalter
Epic Trails, Kontakt: Stefan Ebert

Tadschikistan
– Reiseführer Tadschikistan von S.Bittl u. D. Schreiber, Trescher Verlag

Aktuelle politische Lage
– Vorab informieren auf der Webseite des Auswärtigen Amts

Gesundheit & Impfungen
– Für die Einreise nach Tadschikistan und Kirgistan bestehen keine gesetzlichen Impfvorschriften. Empfohlen ist eine Impfung gegen Hepatitis A, ggf. Hepatitis B und Tollwut.
– Informationen unter Centrum für Reisemedizin und Robert Koch Institut

Eine Antwort zu “Pamir-Durchquerung mit dem Mountainbike.”

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